Hello Boston

Dank der Eiskunstlauf-WM kam ich Ende März das erste Mal nach Boston. Von der stolzen Stadt an der Ostküste hatte ich schon einiges gehört, und da ich mehr sehen wollte als nur das Hotel und die Eishalle (wie so oft), bin ich mit meiner Freundin Petra extra zwei Tage früher geflogen.

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Blick auf die „Skyline“ vom Hafen aus

Wir wohnten in einer Jugendherberge, mitten in Chinatown gelegen. Sie war in einem alten Industriebau untergebracht, der zu einem stylishen Loft umgebaut worden war. Alles war recht einfach, aber gut, es gab sogar ein Frühstück umsonst mit Peanut Butter, Toastbrot und auch Obst. Die Atmosphäre war nett, das Hostel bot Veranstaltungen wie gemeinsames Kochen und Führungen an, an denen wir aber aus Zeitmangel nicht teilgenommen haben. Aber Boston ist eine teuere Stadt, sogar diese Jugendherberge war nicht billig.

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Unser „Loft“ – die Jugendherberge

Wir kauften uns eine Wochenkarte für die U-Bahn und Busse, das war mal vergleichsweise günstig und hat sich schnell gelohnt. Wir sind durch Chinatown gelaufen und waren am Hafen.

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Am Hafen

Boston hat vielerorts noch ein europäisches Flair, es gibt noch viele alte Häuer, die gut erhalten sind. Daher habe ich mich hier gleich wohler gefühlt als in vielen anderen amerikanischen Städten, die ich kenne. Der Stadtteil Beacon Hill ist besonders für seine kleinen Straßen und Häuser im europäischen Stil bekannt.

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Die berühmte Acron Street in Beacon Hill

Natürlich waren wir auch im Quincy Market, einer historischen Markthalle, in der es neben Souvenirgeschäften vor allem viele Freßbuden gibt. Dort haben wir einen klassischen neu-englischen „Clam Chowder“ genossen. Wir waren an einem Abend auch in einem  bekannten Fischrestaurant. Aber ich habe keinen Hummer gegessen, sondern „nur“ Crabcake mit Jakobsmuscheln, das war auch sehr lecker.

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Clam Chowder im Quincy Market

Nach zwei Tagen bin ich in das offizielle Hotel umgezogen. Daneben gab es eine große Shoppingmall mit einem Konferenzcenter, in dem gerade ein Meeting von Animé-und Mangafans stattfand. Als uns die ersten kostümierten Gestalten begegneten, dachte ich zuerst, daß das ein Osterbrauch in den USA ist, so wie bei uns Karneval. 😉

Wir haben auch noch zwei bekannte Parks und einen historischen Friedhof gemeinsam besucht. Im Boston Commons Park beobachteten wir ein possierliches, sehr geschäftiges Eichhörnchen.

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Eichhörnchen im Boston Commons Park

Ich mußte dann mit der Arbeit im Hotel anfangen, Teams empfangen, die Biographien der Sportler durcharbeiten, einen Vorbericht schreiben etc. Petra konnte noch mehr sightseeing machen und war zum Beispiel in Harvard.

Die Weltmeisterschaft im TD Garden war ein echtes Highlight. An allen Kürtagen war die Halle mit ca. 17 000 Zuschauern ausverkauft, die Leistungen der Sportler waren sehr gut, die Veranstaltung wurde optimal präsentiert. Natürlich habe ich mich besonders gefreut, daß Aljona Savchenko und ihr neuer Partner Bruno Massot gleich bei ihrem gemeinsamen WM-Debüt die Bronzemedaille gewonnen haben. Das paßte wunderbar in mein Buch, das ich über die Karriere von Aljona und ihrem früheren Partner Robin Szolkowy geschrieben habe und in dessen letzten Kapitel es um ihre neuen Karrieren geht. Der Verlag wartete die WM ab, und so konnte ich das Nachwort ganz aktuell gestalten.

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Bronze für Aljona und Bruno bei ihrem gemeinsamen WM-Debüt war ein toller Erfolg

Meine Abreise hatte ich extra auf den Montagnachmittag gelegt, in der Hoffnung, am Vormittag vielleicht nochmal etwas anzuschauen. Doch leider herrschte Schneetreiben! Natürlich war das Wetter nur dann richtig schön und frühlingshaft warm, als die Meisterschaft lief und ich absolut keine Zeit für anderes hatte. Aber vielleicht komme ich mal wieder nach Boston – im Sommer oder so. Allerdings wird die Liste der Städte, die ich mal im Sommer besuchen möchte, immer länger … 🙂

Mehr Photos aus Boston gibt es hier.

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